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Duma-Sprecher Sergej Naryschkin sprach von einer Kulturmodernisierung

Sprecher der Staatsduma Sergej Naryschkin trat am Mittwoch, dem 23. Mai, mit dem Antrag im Jahre 2012 ein gesamtnationales Programm der Kulturmodernisierung zu starten auf, wie RIA Novosti berichtet. Nach seiner Meinung würde ein solches Programm einen neuen Anstoß dem geistigen Leben der russischen Gesellschaft geben und außerdem der wirtschaftlichen Entwicklung dienlich sein.

Laut Worten Naryschkins soll das Programm „Modernisierung der Kultur“, das den anderen nationalen Prioritätsprogrammen ähnlich sein wird, systematisch verlaufen und verschiedene Bereiche betreffen. Die Staatsduma soll sich mit der Ausarbeitung von Rechtsgrundlagen im kulturellen Sektor beschäftigen, die verschiedene Aspekte berühren werden, – angefangen mit der Frage der Zugänglichkeit der Kulturschätze bis zu „einer effektiven Unterstützung des Mäzenatentums“.

Das Programm, das für drei bis fünf Jahre gedacht ist, soll auch Lehranstalten im Bereich der Kultur modernisieren. Außerdem betont der Sprecher der Staatsduma, dass die Gesetzgebung in einigen Wirtschaftsbranchen, die besonders eng mit der Kultur einhergehen, verändert werden sollte (z.B. Touristikbranche und TV-Industrie).

Sergej Naryschkin tat auch kund, dass er sich zu einem Gespräch über Kultur nach dem Führen entsprechender Diskussionen in der Duma entschloss, die den Ereignissen am 6.Mai 2012 gewidmet wurden, v.a. den Auseinandersetzungen zwischen Versammlungsteilnehmern und Polizeibeamten. Er sagte, dass die Debatten in der Duma gezeigt haben, „wie stark die Tendenz zu den äußersten Protestformen mit den Anderen, die eine abweichende Meinung aussagen, sei“. Deswegen empfahl Naryschkin eine „gemeinsame Plattform“ für den Dialog zwischen den Behörden und der Gesellschaft aufzubauen.

Am 23. Mai verkündete die Direktorin der Tretjakow-Galerie Irina Lebedeva, dass sie von dem neuen Kulturminister Vladimir Medinskij, der den früheren Minister Alexander Avdeev ersetzte, in erster Linie die Verabschiedung des „Gesetzes über Kultur der Russischen Föderation“, das „in der Duma liegt“, erwartet. Früher stellte Naryschkin klar, dass die existierenden Rechtsgrundlagen über Kultur bereits im Jahr 1992  geschaffen wurden und somit einigermaßen veraltet sein dürften.

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