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Illegale Doghunter quälen und töten Straßenhunde in der Ukraine

In der ukrainische Hauptstadt Kiew wurde eine Gruppe von Sadisten und Tierquälern organisiert, die sich über verschiedene Methoden der Tiertötung im Internet austauschen. Und es kommt noch härter – sie drohen Tierschützern und den Menschen, die Straßenhunde füttern, wie der ukrainische Nachrichtendienst TSN berichtet.

Laut ehrenamtlichen Mitarbeitern der Kiewer Stadtverwaltung, erstellen sie Stadtkarten, wo und wie viele Straßenhunde sich versammeln und veröffentlichen auf Internetforen. „Dort teilt man Rezepte für Gifte untereinander, sowie Adresse der Apotheken, wo man die Präparate kaufen kann“, sagt Larisa Gnaschuk der Online-Zeitung kp.ua

Diese sogenannte Doghunter nennen die selbst-hergestellte Gifte „Vkusniashka“ (dt. Leckerchen), obwohl sie ganz genau wissen, dass Tiere 8 bis 10 Stunden an qualvollen Schmerzen leiden und dann sterben. Für etwas gefühlsvolleren Sadisten raten sie einzige schnelle Methode – Waffe.

Die freiwilligen Helfer haben sich schon mehrmals an die Staatsanwaltschaft gewendet, damit sie diese Webseiten sperren. Die Staatsanwaltschaft sagt aber es ist nicht in ihrer Zuständigkeit Webseiten zu sperren. Sie haben aber alle Hinweise an Milizia sowie an den ukrainischen Sicherheitsdienst weitergeleitet und verfolgen deren Untersuchung.

Mehrere Hunde auf einem Kinderspielplatz vergiftet

Vor wenigen Tagen haben die Bewohner eines alten Kiewer Stadtteils Podol eine grausame Szene erlebt und darüber berichtet. Auf einem Spielplatz wurden neun Hunde vergiftet. Diese lagen dort verkrampft mehrere Stunden lang bevor sie starben. Unter den Hunden war auch ein Hund eines schwer-behinderten Besitzers, der den Hund ohne Aufsicht auf die Straße laufen ließ.

Ein Hund auf dem Spielplatz erschoßen

Ein streuender Hund wurde vor ca. einem Monat in einer anderen Stadt, Lugansk, vor Augen der Schulkinder erschossen. Wie die Schuldirektion sagt, waren sie zu diesem Schritt gezwungen, weil der Hund mehrere Kinder gebissen hat, als sie ihm zu nahe getreten sind.

Ein Student vergiftete und tötete mehrere Straßenhunde im Alleingang

Ein neunzehn Jährige Student Alexej hat in der Untersuchungshaft erzählt, dass er ca. 30 Hunde getötet hat. Für die Gräueltaten kann er bis zu fünf Jahre Haft bekommen. Alles hat damit angefangen, dass er einmal mehrere kleine Straßenhunde mit nach Hause mitgenommen hatte. Einen davon hat er und seine Mutter bei sich gelassen, die anderen bei den Freunden untergebracht. Als er dann mit dem Hund draußen spazieren ging, wurde er sowie der Hund von anderen Straßenhunden angegriffen, was in den letzten Jahren wegen wachsender Zahl der Straßenhunde öfters vorkommt.

Als er bei einem Hundedienst angerufen hat mit der Bitte diese Hunde einzufangen, sei ihm gesagt worden, dass man nicht hinfahren wird. Später habe er angefangen Gifte selbst zu erstellen, um mit den Hunden fertig zu werden. Nach einiger Zeit hat er wieder dort angerufen und hat gesagt, dass er Hunde vergiftet und das sollen besser die Zuständigen machen. Es ist nichts passiert. Danach kommt noch schlimmer.

Mit dem Gefühl der Straflosigkeit und der Macht über das Leben der Tiere nahm er Messer in die Hände. Er schnitt die Pfoten der Tiere ab, schnitt Eingeweide raus und verbrannte die Augen der armen Tiere mit Zigaretten. Das alles hat er im Park gemacht. Bloß ein Mal hat er, als die Mutter nicht Zuhause war, sechs kleine Hunde im Bad ertränkt, wie die Milizija mitteilt.

All das hat er auf Video aufgenommen und ins Internet gestellt. Ein normaler Mensch könne diese Videos nicht bis zum Ende anschauen. Alexej sieht aber nichts schlimmes bei seinen Taten. Sogar umgekehrt – er meint was gutes für sicherere Straßen gemacht zu haben.

Einzeltäter und Sadisten

Das Problem der wachsenden Zahl der Straßenhunde besteht in der Ukraine seit mehreren Jahren und verschlimmert sich weiterhin. Den Behörden fehlt es an Geld und Erfahrung, um die Anzahl der Tiere human zu reduzieren, wie wir in einem früheren Beitrag geschrieben haben. Es fand diesbezüglich eine Konferenz mit mehrere Europäischen und darunter auch Deutschen Tierschutzorganisationen statt. Die Regierung hat zugesichert, man wolle mehr in Tierheime investieren und bittet um Rat bei den Partnern aus Europa.

Alle Nachrichten über die Ermordung der Straßenhunde, die wir in den ukrainischen Medien gefunden haben, deuten darauf hin, dass es den Morden um kranke Einzeltäter oder Gruppen von Sadisten handelt. Es gibt keine Hinweise, dass es sich um ein systematisches Vorgehen der ukrainischen Behörden, der UEFA oder EM Organisatoren handelt.

Leider spekulieren deutsche Medien und instrumentalisieren dieses Thema, um eine Welle an Protesten auszulösen, wobei die meisten Nachrichten sich um die Quellen der Informationen und deren Richtigkeit wenig kümmern. Es werden grausame Bilder, die an verschiedensten Orten der Ukraine zu unterschiedlichsten Zeiten zusammen in einem Beitrag gezeigt, ohne Hintergründe zu nennen.

Somit entsteht ein Eindruck es handelt sich um Alltag und ein Phänomen der EURO 2012. Es ist aber nicht so, denn das Problem gab es aber lange vor einer Entscheidung, dass die EM in Polen und in der Ukraine ausgetragen wird. Im Moment wird jedoch mehr darüber berichtet.

Die Hysterie, die wir bei facebook, auf verschiedenen Foren, Boykottwebseiten und in unseren Kommentaren werden weder den Bürgern noch den Hunden was bringen. Bloß Mithelfen, ob mit der Tat oder mit einer Spende an entsprechende Organisationen, kann nachhaltig etwas bringen.

Wir hoffen, dass ukrainische Regierung, Staatsanwaltschaft, Tierschutzorganisationen und jeder Bürger selbst das Problem erkennen und dieses Problem human lösen werden.

Ein Kommentar zu “Illegale Doghunter quälen und töten Straßenhunde in der Ukraine”

  1. Boykottgesellschaft Deutschlandam 30.04.2012 um 00:46

    […] die Spiele gern boykottieren aber aus einem anderen Grund als die Politiker. Wir haben über illegale und abscheuliche Tötungen der Straßenhunde geschrieben aber auch über die Medienmanipulationen und Hasskampagnen […]

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