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Die saubersten Regionen Russlands

Schon seit Wochen herrscht in Russland in weiten Gebieten der Ausnahmezustand, ausgelöst durch die hohen Temperaturen, Trockenheit und letztlich Wald- und Moorbrände. Nicht nur Menschen in betroffenen Gebieten leiden unter der kompromisslosen Naturlaune, sondern auch Stadtbewohner mehrere Hundert Kilometer entfernt durch Rauch und Smog. Die Lage scheint sich jetzt wieder zu beruhigen, aber die Zerstörung der Dörfer und Wälder wird noch lange sichtbar sein. Noch lange spürbar werden noch die gesundheitlichen Schäden sein. Deswegen suchen immer mehr Betroffene nach ökologisch sauberen Gebieten in Russland, um dort zumindest ein Paar Tagen Urlaub zu verbringen. In diesem Beitrag zeigen wir euch die saubersten und die schönsten Naturregionen, die auch für die Touristen aus anderen Ländern durchaus interessant sein können.

Altai

Das Altai Gebirge befindet sich im Grenzgebiet der vier Länder: Russland (Sibirien), Kazakhstan, China und die Mongolei. Die höchste und teilweise vereiste Region liegt in Russland und erhebt sich bis zu 4506m Höhe, dem höchsten Punkt Sibiriens. Die Natur hier ist bis jetzt fast unangetastet von der modernen Welt und wird ständig von der Russischen Regierung und Ortsbehörde aber auch von der UNESCO bewacht. Alle industriellen Unternehmen sind verpflichten Filteranlagen zu installieren, um die Atmosphäre sauber zu halten. So sind die Gewässer kristallklar und die Wälder erstrecken sich kilometerweit durch Gebirge und Täler.

Im Altai-Region findet man sehr viele Naturdenkmäler und Sehenswürdigkeiten: der höchste Berg des gesamten Altai-Gebirges Belucha, Gletscher in den Katun- und Tschujaketten, das Altai-Naturreservat, Katun Fluss, Denissowa-Höhle und viele andere.

Karelien

Über die unangetastete Natur Kareliens haben wir schon in einem früheren Beitrag geschrieben. Zwar gibt es auch hier Industriezentren, wie Petrosawodsk, Segescha oder Kondopoga, dennoch gilt diese Region als eine der ökologisch saubersten in Russland. Besonders wichtig dabei ist eine Zahl an Flüssen und Seen (ca. 63 Tausend!).

Die schönsten Naturdenkmäler und Sehenswürdigkeiten sind Weißmeer, Wasserfall Kiwatsch, Petroglyphen, Bolschoj Sajatskij und die uralte Labyrinthe, Solowets-Inseln, Sekirnaja-Berg und die Mariä-Himmelfahrtkirche, Kurbad „Martzial-Wasser“ und Apostel-Peter-Kirche und vieles vieles mehr.

Tuwa

Die Republik Tuwa ist eine autonome Republik im südlichen Teil von Sibirien. Tuwa liegt im Süden Russlands an der nordwestlichen Grenze der Mongolei und ist eingerahmt von den Gebirgen Westlicher Sajan im Norden, Tannu-ola im Süden und dem Altai im Westen. In diesem Gebiet gibt es über acht Tausend Flüsse – die größten sind Jenissei und Chemtschik.

Ein besonderes Markenzeichen der tuvinischen Kultur ist der dort gepflegte Kehlgesang , die höchste Stufe des Obertongesangs, wobei gleichzeitig mehrere Töne angestimmt werden, und Untertongesang (tuvinisch „Kargyraa“). Durch die Präsentation dieser Gesangskunst in Konzerthallen wie der New Yorker Carnegie Hall erreicht die Kultur Tuvas auch die westliche Gesellschaft.

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion lebt auch der Schamanismus wieder auf. Etwa 50 m vom Denkmal entfernt, das das Zentrum Asiens markiert, betreiben heute Schamanen und Schamaninnen eine Klinik als Gemeinschaftspraxis (Wikipedia).

Kabardino-Balkarien

Im Süden hat Russland Kabardino-Balkarien mit ihren unverwechselbaren kaukasischen Gebirgen. Vor der Gebirgsregion breitet sich die kabardinische Ebene aus. Im Südwesten und Süden der Republik erheben sich die Fünftausender Elbrus, Dyschtau und Schchara.

Kabardino-Balkarien ist bekannt für ihre Mineralquellen und Kurorte, wie Dzhyly-Su. Es kommt leider ab und zu zu Konflikten im Kaukasus, so dass öfters von den Reisen gorthin abgeraten wird. Der Natur selbst wird davon anderseits nur besser.

Burjatien

Burjatien liegt im Föderationskreis Sibirien an der Grenze zur Mongolei. Sie umfasst das Ostufer des Baikalsees und reicht bis zum Jablonowygebirge. Die wichtigsten Flüsse der Republik sind die Selenga, der Bargusin und die Obere Angara.
Von den Mineralquellen in der Baikal-Rift-Zone sind im Tunka-Tal einige als  Heilquellen bekannt geworden. Die Orte Arshan und Nilova Pustin waren zu Sowjetzeiten  viel besuchte Kurorte und auch die Zhemchug-Quelle mit ihrem heißen Wasser wird inzwischen viel von Touristen besucht. Im Tunkinski Tal sind noch Reste von 9 Vulkankratern zu sehen. Sie waren hier  im Miozän bis ins Pleistozän aktiv. Die Krater sind zwischen 4 und 150 m hoch.  Einige ragen aus Moorflächen heraus, einige sind bewaldet oder stehen frei im Tal. Der bekannteste davon ist das Naturdenkmal Khuraj-Khobok. Dies war ein  Vulkan mit gasreichen Schlacken, der porösen Basalt-Tuff und Aschebomben hinterlassen hat.

Von den Sehenswürdigkeiten kann man folgende nennen: Tunkinskij National Park ist einer der größten in Russland, Kurorte Arshan und Nilova Pustin mit ihren heilenden Mineralquellen, Chamar-Daban-Gebirge am Südufer des Baikal, historische Stadt Ulan-Ude, Halbinsel Svjatoi nos und viele weitere Nationalparks, Gebirge, Flüsse und Täler…

3 Kommentare zu “Die saubersten Regionen Russlands”

  1. […] Präsident Dmitrij Medwedew und nordkoreanischer Staatschef Kim Jong Il in der Hauptstadt der Republik Burjatien, Ulan-Ude, in der Nähe des Baikalsees getroffen. Offensichtlich wird es bei den Gesprächen um Lebensmittelhilfen für das Land […]

  2. Geo Studiam 05.10.2011 um 18:05

    Hey,

    nur mal eine Frage, woher weisst du, dass Fabriken ihre Ausstöße filtern müssen? Würde mich sehr interessieren, falls du dafür einen wissenschaftlichen Beleg (Quelle) hast, ich schreibe nämlich gerade eine Arbeit über den Altai.
    Danke und LG

  3. Lalaboyam 05.10.2011 um 19:31

    In Russland gilt das Umweltschutz Gesetz vom 10.01.2002 N 7-ФЗ (russ. http://base.garant.ru/12125350/). Darin ist beschrieben, dass besondere Objekte (§9), die Naturschutzgebiete sind, zu schützen sind und wie das gemacht werden soll (§7), sowie die Haftung (§14)

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