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Die besten russischen Filme 2012: Teil 2

Wir setzen unseren Bericht über die neuen russischen Filme im Jahr 2012 fort mit den Top 3 der meist erwarteten Filme.

3. „Schpion“ (aus dem Russ. „Der Spion“). Boris Akunin – einer der berühmtesten Detektivautoren Russlands – hatte bis jetzt Pech, was die Verfilmung seiner Werke anging. Entweder waren die Verfilmungen langweilig oder furchterregend, aber nie dem Original gerecht. 2012 soll sich das ändern, denn der Anfänger Alexej Andrianov mit seinem Film „Der Spion“ Zuschauer auf originelle Weise überzeugen will. Die Handlung entwickelt sich kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, als der Spion mit Codenamen Wasser in die oberen Machtschichten von NKVD eindringt und sein Unwesen dort treibt. Die Rolle des weisen Oberhaupts spielt Fedor Bondartschuk, der sich dafür einen dandyhaften Schnurrbart wachsen ließ und damit für Glanzzeitschriften posierte. Die Rolle seines jungen Gegenübers bekam Danila Kozlovksij.

Der Spion Trailer

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Produzenten von dem „Spion“ sagten bereits, dass der Film die Stilistik eines bunten Comics` vorweisen wird. Die Zuschauer sehen also nicht den grauen Moskau der Vorkriegsjahre, sondern eher die Entsprechung zum Gothamcity aus den Film Tim Burtons über Batman. „Der Spion“ kommt am 5. April 2012 in die russischen Kinos.

2. „Dau“. Die Vorbereitungen und die Drehszenenabwicklung des Films über den Physiker Lev Landau dauerten unheimlich lange und ließen die Mitwirkenden beinahe vergessen, was der Sinn und Zweck des Ganzen überhaupt ist. Der Regisseur Il´ja Hrzhanovskij fühlte sich in der Rolle des kleinen Tyrannen absolut wohl. Er verbat Mobiltelefone, Neologismen und neurussischen Slang am Set, alle Beteiligten mussten sogar bei ausgeschalteten Kameras so handeln, als ob sie in der stalinistischen Epoche tatsächlich leben würden.

Zu dem Film gibt es keinen Trailer, deswegen hier nur ein Foto als Illustration (Quelle: Kinopoisk.ru)

Dau - der Film. Foto: Kinopoisk.ru

In dem Film spielt kein einziger Profischauspieler mit. Landau selbst wird vom Dirigenten Teodor Kurentsis gespielt, seine Frau Kora von Ex-Kollegin der Verka Serdjutschka Radmila Shchegoleva. Die Rollen der Wissenschaftler wurden von den richtigen modernen Forschern aus Moskauer Wissenschaftsinstituten belegt. Das kann sowohl als grandiose Betrügerei als auch als absolutes Eintauchen in die historische Epoche angesehen werden. Auf jeden Fall möchte man endlich das Resultat dieser langen Anstrengungen erleben. Das Datum der Premiere ist aber immer noch offen.

1. „Schapito-Show“ (aus dem Russ. „Wanderzirkus-Show“). Die größte Sensation des vorjährigen Moskauer Kinofestivals, ein vierstündiger Epos vom Regisseur Sergej Loban ist wohl von jedem Kinokritiker rezensiert worden. Es besteht aus 4 miteinander verbundenen Novellen – Liebe, Freundschaft, Respekt und Mitarbeit. Jede Novelle endet mit Liedern, Tänzen und Weltuntergang.

Wanderzirkus-Show Trailer

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Dieser Film kann im Unterschied zu den meisten Filmen des Festivals „Kinotavr“ nicht in die Schublade des besagten russischen Arthouses sortiert werden. Es stellt eine separate Erscheinung der russischen Kinoindustrie dar und wurde wie eine Generationenhymne, ähnlich wie 20 Jahre zuvor „Assa“ von Soloviev, gemacht. Der wichtigste Gedanke in diesem Filmstreifen ist die vermutlich zum ersten Mal im neuen russischen Kino ausgesprochene Idee, dass alles Imitation ist. Von der Gestalt der Macht im Fernsehen bis zu den menschlichen Beziehungen ist alles ein postmoderner Witz, eine virtuelle Realität. Ab dem 19. Januar 2012 können Sie sich selbst davon überzeugen.

 

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