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Die besten russischen Filme 2012: Teil 1

Hier laufen die Aufnahmen zum Film Metro. Foto: Ridus.ru

Die Zeitung KP veröffentlichte gestern eine Liste der 7 meist erwarteten russischen Filme im Jahr 2012.

Das russische Kino ist in Deutschland nicht sehr bekannt, auch wenn ab und zu verschiedene Filmfeste  russische Filme zeigen, wie zum Beispiel An Einem Samstag auf der Berlinale.

Falls ihr im neuen Jahr eine Bekanntschaft mit dem russischen Kino machen wollt, hier ist die Gelegenheit dazu:

7. „Ulanskaja ballada“ (aus dem Russ. „Die Ulanballade“). Das 200. Jubiläum des Napoleonischen Krieges 1812 diente als der wichtige Anlass für russische Filmschaffende sich an die Arbeit zu machen. Die Ereignisse in diesem Film entwickeln sich kurz vor der Schlacht von Borodino, es geht um Intrigenspiel der Spione und Verräter sowie um Heldentaten eines jungen Adeligen. Die Hauptrolle spielt der berühmte Sergej Bezrukov. Ob der Film ein Flop wird, bleibt zunächst ungewiss. Der Regisseur Oleg Fesenko brillierte bis jetzt nicht wirklich mit seinen eher anspruchslosen Werken. „Ulanskaja ballada“ ist ab dem 6. September 2012 in den russischen Kinos zu sehen.

6. „Kamen“ (aus dem Russ. „Der Stein“). Wenn ein Comedy-Star plötzlich sein Rollenfach verlässt und ins Seriöse wechselt, ist die Reaktion des Publikums unvorhersehbar. Alle kennen den Fall Jim Carrey, der des Spielens der Rollen von abgedrehten Typen müde wurde und mit Filmen wie „Der Mondmann“, „Die Truman Show“ und „Vergiss mein nicht!“ die Welt überraschte. Nun will einer der berühmtesten Komiker Russlands, der mit seinen Kollegen die wohl beliebteste Comedy-Sendung „Prozhektorparishilton“ in dem Ersten Russischen Fernsehen moderiert, diesem Beispiel folgen. In dem Film „Kamen“ spielt Sergej Svetlakov die Rolle eines Verbrechers, der den Sohn eines Geschäftsmannes entführt und dem Vater ein Ultimatum stellt – entweder begeht er im Laufe von 24 Stunden Selbstmord oder sein Sohn stirbt. „Kamen“ kommt am 19. Januar in die Kinos.

Der Stein Trailer

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5. „Zhit´“ (aus dem Russ. „leben“). Einer der erfolgreichsten jungen russischen Dramatiker Vasilij Sigarev bekam vor zwei Jahren den Hauptpreis des Kinofestivals „Kinotavr“ für seinen Regiedebütfilm „Voltschok“ (aus dem Russ. „Der Kreisel“ oder „junger Wolf“), in dem es um den alltäglichen Überlebenskampf zwischen Mutter und Tochter geht. Die Hauptrolle übernahm seine reale Ehefrau Jana Trojanova. Es wird immer noch erbittert diskutiert, was man von „Voltschok“ halten soll: ist es eine melancholische Schwarzmalerei, ein detailgetreues Bild der russischen Realität oder ein grauenvolles Märchen mit düsterem Ende?…

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Unterdessen drehte Sigarev seinen zweiten Film mit einem lakonischen Namen „Leben“. Man weiß so gut wie gar nichts über den Inhalt des neuen Streifens, nur dass der Regisseur seinem Stil treu bleibt. In der Hauptrolle ist wieder Trojanova zu sehen. In dem Aufmacher zum Film sieht man die englischen Buchstaben, was darauf schließen lässt, dass Sigarev mit internationalem Interesse rechnet. Womöglich ist das eine berechtigte Hoffnung, und der Film „Leben“ wird zu der wichtigsten Art-Premiere des russischen Kinolebens aufsteigen. Das genaue Erscheinungsdatum des Films ist unbekannt.

4. „Metro“ (aus dem Russ. „Die U-Bahn“). Es gibt zwei Kinogenres, an die sich die russischen Filmkünstler nicht herantrauen: Katastrophen- und Horrorfilme. Es fehlen oft technische Mittel und Computersoftware dafür, außerdem sind die täglichen Nachrichten in dem Fernsehen meist unübertroffen grässlicher als jede Fantasiegeschichte. Jedoch entschloss sich der Regisseur Anton Megerditschev („Boj s ten´ju-2“, „Temnyj mir“) einen Film über U-Bahn-Unfall in Moskau zu drehen.

Metro Trailer

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Das Sujet ist selbstverständlich apokalyptisch ausgelegt. In einem U-Bahn-Tunnel entsteht ein Bruch, durch den das Wasser aus dem Fluss Moskau mit heftiger Gewalt hineinfließt. Abgesehen von dieser Katastrophe handelt es sich um das Beziehungsdrama zwischen drei Menschen, die in einem gefährdeten Wagen der U-Bahn fahren und im Gespräch Klarheit über eigene Gefühle verschaffen wollen. Wichtig bei einem Katastrophenfilm wäre die Schaffung überzeugender Filmcharaktere, was für Merditschev schon immer ein Problem gewesen ist. Ob er das diesmal auf die Reihe bekommt, kann man jetzt noch nicht beurteilen. „Die U-Bahn“ ist ab dem 21. Dezember 2012, dem Tag des vermeintlichen Weltuntergangs, in den Kinos zu sehen. So liefen die Dreharbeiten zum Film.

Fortsetzung folgt…

 

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