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Der Robinson Crusoe von Archangelsk

Der gerettete Robinson Sergei (25). Foto: © Presse-Service des russischen Ministeriums für Notfälle in Archangelsk

Im Norden von Russland auf einem der Insel im weißen Meer wurde ein 25-jähriger Mann gerettet, der seit über 2 Wochen nach einem Schiffbruch auf einer unbewohnter Insel gelebt hat. Gerettet wurde er dank einer anderen Katastrophe.

Am 13. Oktober erlitt ein Motorboot in der Region Kem (bei Archangelsk) Schiffbruch. Die Passagiere – ein Mönch und ein Mitarbeiter des Klosters wurden als vermisst gemeldet. Die Retter suchten seit Tagen nach vermissten Personen. Sie gingen auf die Suche auch heute, am Dienstag.

Schon bald wurde gemeldet, dass der Körper des Mönches an der Ufer einer Insel gefunden wurde. Die Retter setzten die Suche fort, bis sie auf einer Insel – einem felsigen Stück Land – einen Mann sahen. Die Größe einer Insel namens Kleine Sennucha – ca. 5000 qm – also ungefähr wie ein Fußballspielfeld.

Die Insel ist nicht größer als ein Fußballplatz und bietet keinen Versteck vom Wetter. Foto: © Presse-Service des russischen Ministeriums für Notfälle in Archangelsk

Der Mann war sehr schwach und konnte kaum die Füße bewegen. Die Retter hoben sofort den Mann an Bord. Und dann wurde klar, dass der einsame Robinson in keinem Zusammenhang mit dem Schiffbruch des Mönches steht

Es stellte sich heraus, dass der Mann auch ein Opfer eines Unfalls war. Auf der Insel war er bereits seit dem 1. Oktober. An diesem Tag ging er auf das Meer von Solovki und ging nach Karelien auf die Ernte von Seetang (Algen). Doch auf dem Weg geriet er in ein Unwetter, das Boot bekam ein Leck und begann zu sinken.

Der Mann schwamm zu der nahe liegenden Insel und das war gerade Kleine Sennucha. Dort blieb er zweieinhalb Wochen. Er ernährte sich von Algen und trank Regenwasser. Um nicht zu erfrieren (das Wetter am Weißen Meer lässt zu wünschen übrig: es sind gerade 5 Grad Celsius mit einem kalten Wind dazu.

Sergei (so heißt der  25-jährige junge Mann, der in Archangelsk lebt) erzählt den Rettern, dass er vor drei Tagen die letzte Hoffnung auf eine Rettung verlor, und schon kurz davor stand sie die Pulsadern aufzuschneiden. Glücklicherweise kamen die Retter noch rechtzeitig.

Die Ärzte untersuchten den Robinson: Er hatte starke Unterkühlung und Erschöpfung. Und obwohl sich sein Zustand als moderat kritisch eingeschätzt wird, sagen die Ärzte, dass er bald gesund sein wird.

 

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