Immer wieder erreichen uns besorgniserregende Meldungen aus Russland, dem Gastgeber der Fussball-WM 2018.

Es ist nicht neu, dass die russischen Fans durch ihre rechten Weltansichten bekannt sind, dass sie sich aktiv an Straßenunruhen beteiligen und dass sie immer wieder für rassistische Aktionen gut sind. Neulich bekam das der in Russland spielende Weltmeister Roberto Carlos zu spüren, als ihm eine Banane vorgehalten wurde. In Russland werden oft afrikanischstammige Spieler mit Bananen beworfen, oder die Zuschauer immitieren Affen-ähnliche Laute.

Am vergangenen Wochenende zogen die Rechtsextremen durch Russlands Straßen, schlugen auf Migranten ein und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. Inzwischen gibt es erste Tote.

Foto: http://zyalt.livejournal.com/330396.html

Am Sonnabend hatten sich auf dem Manageplatz direkt am Kreml nach Behördenangaben etwa 5.000 Fussballfans und Anhänger nationalistischer Gruppen versammelt. Nach eigenen Angaben, waren es über 10.000.
Anlass für die unangemeldete Kundgebung war die Beerdigung eines Spartak-Fussballfans, der bei einer Schlägerei mit Kaukasiern in der vergangenen Woche getötet worden war.
Die Randalierer veranstalteten Massenschlägereien, griffen Polizei und Migranten an. 65 der Jugendlichen wurden von der Polizei vorläufig festgenommen, aber am Sonntag wieder auf freien Fuss gesetzt. Von den einigen Tausend Beteiligten an der Randale soll etwa die Hälfte Anhänger der nationalistischen Rechten gewesen sein.
Nach der Kundgebung bewegten sich die Nationalisten vom Manageplatz in die Straßen und Hinterhöfe von Moskau und griffen dort die Kaukasier und Asiaten an. Am Sonntag endete einer dieser Übergriffe für einen Kirgisen tödlich. Eine Gruppe von Jugendlichen ging auf den Kirgisen Schamschiew los und jemand stach dabei mit einem Messer zu. Schamschiew erlitt seinen Verletzungen.
Auch in Rostow und St.Petersburg randalierten die Rechtsextremen am Wochenende.
Hier sind Fotos vom Geschehen.
Hier sind noch einige Videos von den Auseinandersetzungen am Wochenende:
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Präsident Medwedew sagte die Situation sei unter Kontrolle.


Nachdem vor ca. einer Woche ein Fan von Spartak Moskau von kaukasischen Migranten ermordet wurden, herrscht Chaos und Gewalt in Moskau und St.Petersburg. Rechtsradikale und Nationalisten schlagen nicht russisch aussehende Männer zusammen. Gestern ist die Gewalt eskaliert. Hunderte von Rechtsradikalen Hooligans verprügelten Migranten in der Moskauer Innenstadt. Auch in der U-Bahn und am Rande der Stadt gab es Prügeleien mit insgesamt über 60 Schwerverletzten Kaukasier. Auch die Polizei war machtlos und konnte die Männer aus Kaukasus und Mittelasien nicht vor Übergriffen schützen. Es ist der schlimmste Pogrom in Moskau seit 2002, als beim Ausscheiden der russischen Nationalmannschaft bei der WM 2002 gegen Japan, die asiatischen Migranten zusammengeschlagen wurden und mehrere Restaurants und asiatische Geschäfte von Randalierern auseinandergenommen wurden.
Präsident Medwedew lobte übrigens die Polizei bei diesem Einsatz, was aufgrund dieses Videos zumindest fraglich klingt.

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