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Bricht erneut „Kalter Krieg“ zwischen Russland und Japan aus?

Die Regierung von Japan zieht ihren Botschafter aus Moskau ab, um eine Konsultation bezüglich des Besuchs des Präsidenten von Russland Dmitrij Medwedew der südlichen Kurilen-Inseln durchzuführen.
A geisha and a maiko share a joke, Kyoto, Japan
Das erklärte am Dienstag in Tokio das Oberhaupt des Außenministeriums von Japan Seiji Maehara.

„Ich habe beschlossen, den Botschafter in Russland Masahara Kono abzuziehen“,- hat den Journalisten der Leiter des Außenministeriums von Japan gesagt.

Die Regierung dieses Landes hat am Montag den offiziellen Einspruch erhoben und ihr Bedauern bezüglich der an demselben Tag stattgefundenen Reise von Dmitrij Medwedew auf die Südkurilen geäußert, übermittelt ITAR-TASS.

Seine Absicht die Insel zu besuchen hat Dmitrij Medwedew bereits am 29. September des laufenden Jahres im Laufe der vorherigen Fahrt nach Transbaikalien angekündigt. Schon damals wurde es von Japan als extrem negativ empfunden. Der Außenminister des Nachbarstaates Seiji Maehara erklärte, dass solche Reise „ernsthafte Hindernisse“ in den zweiseitigen Beziehungen schaffen wird.

Nicht weniger schroff  erwies sich die Reaktion vom offiziellen Tokio auch am 1. November. „Nordinsel sind das Territorium unseres Staates, und wir nehmen diese Position konsequent ein, – erklärte der Ministerpräsident Naoto Kan. – Die Reise des Präsidenten der Russischen Föderation dorthin löst extremes Bedauern aus.“

Der Leiter des Außenministeriums von Japan Seiji Maehara bemerkte auch, dass die jetzige Fahrt „die Gefühle des japanischen Volkes verletzt“ und hat zu sich den Botschafter von Russland in Tokio Michail Belyj aufgerufen, um ihm den Protest zu erklären.

Der Leiter des Außenministeriums von Russland Sergej Lawrow hat seinerseits erklärt, dass die japanische Reaktion unakzeptabel ist. „Das ist unser Land, der russische Präsident hat russische Gebiete besucht.“

Japan verlangt es, an ihn 8 große Inseln zu übergeben – Itrup, Kunaschir und die Inseln der Kleinen Kurilen-Kette, die Schikotan,  die Polonskij-, Tanfiljew-, Anutschin, Jurij und die Grüne Insel beinhaltet. Alle Inseln und Inselchen der Kleinen Kurilen-Kette haben Japaner als eine Insel erfasst – Chabomai (Gegenüber der Kurilen, auf der Insel Hokkaido, gibt es eine Ortschaft mit dem gleichen Namen, zu der Japaner die sogenannten „Nördliche Territorien“ zugewiesen haben) und sprechen absichtlich über „4 Insel“.

Die prinzipielle Position von Moskau besteht darin, dass die Kurilen-Inseln zur UdSSR, deren Nachfolger Russland geworden ist, als Ergebnis von dem zweiten Weltkrieg übergegangen sind. Russische Souveränität über ihnen, die auch die entsprechende internationale Gestaltung hat, unterliegt keinem Zweifel.

Aber die japanische Seite hat in Abhängigkeit zu der Lösung des territorialen Streites die Unterschreibung des Friedensvertrags zwischen den Ländern gestellt.

Trotzdem wird es in Tokio immer noch geplant, im November ein zweiseitiges Treffen zwischen dem japanischen Ministerpräsident Naoto Kan und dem Präsidenten von Russland Dmitrij Medwedew durchzuführen.

„Ich glaube, dass dieses zweiseitige Treffen stattfinden wird“,- erklärte der Vertreter des Kabinettes der Minister von Japan Iosito Sengoku.

Wie es erwartet wird, wird das Oberhaupt des russischen Staates nach Japan zum APEC-Gipfeltreffen am 13.-14. November kommen. Genau dann wird es geplant, das Gespräch von Medwedew und Kan durchzuführen.

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