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Bolschoi: Vorerst kein russischer Solosänger für die Oper „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauß

Rosenkavalier: Foto: RIA Novosti / Lenta.ru

Bolschoi-Theater in Moskau fand keinen passenden Interpreten für den männlichen Hauptgesangspart in der komischen Oper von Richard Strauß „Der Rosenkavalier“. Die Premiere der Oper findet am 3. April auf der Bühne des „“Großen“ Akademischen Staatstheaters statt. Das erzählte Musikleiter des Bolschoi Vassili Sinajskij, wie die Nachrichtenagentur „Interfax“ berichtet.

Bei den Premierevorstellungen wird der Part des Barons Ochs von Lerchenau vom britischen Sänger Steven Richardson übernommen.  

Wie Sinajskij erklärt, entschloss sich die Theaterdirektion einen ausländischen Künstler deswegen einzuladen, weil „Der Rosenkavalier“ eine für Russland ungewöhnliche Musik sei, da Strauss hier nur selten gespielt wurde. So wird diese Oper im Bolschoi-Theater zum ersten Mal zu hören sein. Dabei betonte Vassili Sinajskij, dass es unter russischen Sängern jetzt schon einige Kandidaten für die Rolle des Barons gäbe.

Die Oper „Der Rosenkavalier“ ist die zweite Erstaufführung im Bolschoi in der Spielzeit 2011/2012. Die erste Premiere wurde die Oper „Ruslan und Ludmilla“, die sofort nach der Wiedereröffnung der historischen Bühne des Akademischen Staatstheaters aufgeführt wurde. Im Juli steht die Oper Tschaikowskys „Tscharodejka“ (aus dem Russ. „Die Zauberin“) auf dem Plan des Theaters.

Regisseur des „Rosenkavaliers“ ist der Brite Steven Lawless, der 1990 in Mariinskij Theater die Oper „Boris Godunov“ in der Inszenierung von Andrej Tarkovskij wiederherstellte. Die Hauptpartien in der Oper übernehmen – abgesehen von Richardson – Melanie Diener, Ekaterina Godovanez, Manfred Hemm, Anna Stefani und andere Künstler.

Strauß komponierte die Oper in den Jahren 1909-1910 nach dem Libretto von Hugo von Hoffmannstahl. 1911 wurde „Der Rosenkavalier“ im königlichen Opernhaus in Dresden uraufgeführt. In Russland fand die Premiere der Oper 1928 in Leningrader Opern- und Balletttheater statt. Werke von Richard Strauss wurden in der Sowjetunion selten aufgeführt, einige davon wurden sogar verboten.

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