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Anti-Homo Gesetz mit 388 gegen 1 von der russischen Duma angenommen

Die Auseinandersetzung vor der Duma. Foto: Anton Tushin. Ridus.ru

Die Auseinandersetzung vor der Duma. Foto: Anton Tushin. Ridus.ru

Das skandalöse Anti-Homo-Gesetz wurd von der russischen Duma am Freitag beinahe einstimmig angenommen. Das Gesetzes über die Propoganda der Homosexualität, das sehr heftige Kritik von Menschenrechtlern und der LGBT-Gemeinde verursacht, hat nur einen Gegner gehabt. Ein Abgeordneter hat sich enthalten. Während des Vormittags diskutierten die Abgeordneten, ob die durch das Gesetzt entstandene öffentliche Diskussion über das Gesetz nicht im Gegenteil die beste PR-Maßnahme und Förderung gleichgeschlechtlicher Liebe sei, während vor den Toren der Staatsduma wieder die Fäuste der russisch-orthodoxen Aktivisten auf die versammelten LGBT-Aktivisten flogen.

Der Anführer der Liberaldemokraten (rechte konservative Partei LDPR), Wladimir Schirinowski erklärte, dass die Tatsache einer solchen Änderung des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten bereits „Propaganda von Homosexualität“ sei. Und teilweise hat er Recht. Seitdem letztes Jahr der St.Petersburger Abgeordneter der „Einiges Russland“  W. Milonow in der nordischen Stadt den Gesetzesentwurf eingebracht hat, verlässt das Gay-Thema nicht mehr die Schlagzeilen. Auch die Aufmerksamkeit der  ausländischen Politiker und Journalisten lässt nicht nach.

Die ganze Woche gab es Protestaktionen vor dem Parlamentshaus – Schwule und Lesben versammelten sich um gegen das Gesetz zu protestieren, was Pädophilie und Homosexualität in der russischen Gesetzgebung gleichstellt. Das Gesetz trifft das öffentliche Zeigen der gleichgeschlechtlichen Liebe und bezeichnet dieses als „Propaganda“. Die Gegner der Homosexualität – und von diesen gibt es in Russland eindeutige Mehrheit schlugen zurück. Die russische-orthdoxen Aktivisten, die ihre Gesichte durch Schals verdeckten, beschmissen die LGBT-Vertreter mit Eiern, Ketchup und Farbe. Gestern riefen sie auf sozialen Netzen zu einem Angriff auf die Homosexuellen auf: die Männer sollen zusammengeschlagen werden, bis sie nicht mehr aufstehen können, den Frauen sollen Gesichter verletzt werden.

Dementsprechend reagierte heute die Polizei frühzeitig und zerrte die LGBT-Aktivisten in die Polizeibusse, als die Angriffe der Orthodoxen losgingen. Somit schlug man 2 Fliegen mit einer Klappe: keine Randale und keine ungewünschten Demos.

Das Gesetz wurde derzeit nun russlandweit von der Duma angenommen. Fast einstimmig.

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