Amnesty: Nicht von Russlands Charme blenden lassen
Die französische Abteilung der Amnesty International ließ ein Video Clip für die Kampagne “Ne laissons pas le charme de la Russie nous faire oublier ses atrocités” (frei übersetzt: Lassen Sie sich vom Charme Russlands nicht blenden, wir vergessen dessen Gräueltaten nicht) produzieren, in dem hingewiesen wird, dass außer all dem Schönem, was man von Russland kennt auch die ganzen schlimmen Sachen gibt, wie Zensur, Folter, Rassismus, Attentate, Entführungen.
Die versteckten Gräueltaten in Russland (Video)
Im Video wird mit Klischees gearbeitet – Russland ist aber nicht nur Matroschkas aber für ein Aufklärungs- oder Propagandavideo ist natürlich auch wichtig die Idee schnell und einfach zu überbringen und das hat, glaube ich, sehr gut gelungen.
Es gibt viele kritischen Stimmen in Russland zu diesem Video, wo gesagt wird, dass Verbrechen auch politisches Verbrechen in jedem Land gibt und dass es auch Zensur überall gibt, auch in Europa und dass die Franzosen auf eigene Probleme schauen sollte. Stimmt natürlich irgendwo, aber es ist nicht die einzige Intention von Amnesty über Probleme in Russland zu berichten, sondern auch in anderen Ländern. Es ist ja nur eins der vielen Kampagnen.
Wie auch immer. Die “Gräueltaten” gibt es leider in Russland. Russland ist in der Tat sehr gefährlich für Journalisten, die Menschen verschwinden, viele politischen und nicht-politischen Demos werden verboten oder mit Gewalt beendet, in der Armee werden die Soldaten und in den psychiatrischen Anstalten die Psychisch-kranken für Organspenden auseinander genommen, die Polizei ist ungerecht, uund gewaltbereit, die Gerichte und die Politiker sind bestechlich.
Aber andererseits erzeugen solche Videos Russophobie in der Bevölkerung, was auch erschreckend ist.
Das Jahr 2010 ist das Jahr von Frankreich in Russland und das Jahr von Russland in Frankreich, wo die besten Seiten der Länder, Völker und Kulturen näher gebracht werden sollen.




