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Alina Levshin ist Die Kriegerin – jetzt im Kino

Die Kriegerin - Trailer, Screenshot

Der Film vom deutschen Regisseur David Wrendt, der beim Filmfest in München 2011 uraufgeführt wurde, startet in Deutschland am 19. Januar 2012 und hat die moderne Neonazi-Szene zum Gegenstand seiner Geschichte.

Im Zentrum des Films steht die 20-jährige Marisa, die einer rechtsextremen Clique in Deutschland angehört, und mit großem Gefühl von junger Schauspielerin Alina Levschin gespielt wird. Levshin, die Deutsch und Russisch als Muttersprachen spricht, kam als Sechsjährige mit ihren Eltern aus der Ukraine nach Berlin. Bis vor kurzem studierte sie Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam. Bereits in ihrer Studienzeit wirkte Alina an mehreren Theaterinszenierungen und Filmen ihrer Hochschule sowie des Hans-Otto-Theaters Potsdam mit. Außerdem erlebte man sie in der ZDF-Fernsehreihe „Rosa Roth“ und in der Hauptrolle der Fernsehserie „Im Angesicht des Verbrechens“ als ukrainische Zwangsprostituierte Jelena. 2010 bekam Levschin den Deutschen Fernsehpreis, der 2011 vom Förderpreis Deutscher Preis für den Film „Kriegerin“ gefolgt wurde.

In diesem ungeschönten harten Streifen zeigt der Regisseur Wrendt die Ergebnisse seiner zweijährigen Recherche, während der er sich intensiv mit der rechtsextremen Szene auseinander gesetzt hatte. Die Charaktere im Film sind quasi dem wahren Leben entnommen worden und bilden sich aus einzelnen Eigenschaften real existierender Personen der Neo-Nazi-Gruppierungen.

So ist die Marisa eine hasserfüllte junge Frau, die auf rechtsextreme Parolen schwört und Gewalt zu ihrem Alltag macht. Auch die junge Svenja, die in diesem Sommer Teil der Clique wird, scheint immer mehr in den Abgrund des Bösen abzusteigen. Es besteht am Ende jedoch Hoffnung, dass sich die ideologische Gewissheit auflöst, als Marisa einem Flüchtling nach einem von ihr verschuldeten Unfall hilft und eine Art Schuldgefühle entwickelt. Aber es ändert nichts an der Tatsache, dass die Milieudarstellung insgesamt der Wirklichkeit traurig nahekommt und auf eine große Anzahl ähnlich denkender junger Frauen und Männer hinweist.

Die Kritiken zu dem Film fallen unterschiedlich aus. Die Schauspielerin Alina Levschin wird zum Einen für die faszinierende Wandelbarkeit ihres Gesichts und der von ihr wiedergegebenen emotionalen Zustände gelobt, zum Anderen finden manche Kritiker, dass ihre Leistungen trotzdem nicht ausreichen, um den klischeebehafteten Film über den Durchschnitt zu erheben. Wiederum andere Rezensenten merken an, dass dem Film die gefährliche Balance zwischen abstrahiertem Erzählen und bewegtem Erleben gelingt. Auf jeden Fall sorgte „Die Kriegerin“ für Aufruhr und Interesse, was auf entsprechende Reaktionen der zukünftigen Zuschauer schließen lässt.

Die Kriegerin – Trailer:

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