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15 Mrd. US-Dollar hohe Einbuße durch den abnorm heißen Sommer in Russland

Nach vorläufigen Schätzungen der Experten beträgt der Schaden, den die anomale Hitze und Waldbrände der Wirtschaft Russlands innerhalb letzten Monats hinzugefügt haben, etwa 15 Milliarden US-Dollar. Davon berichtet die Zeitung „Kommersant“.

Die erste Einschätzung der Senkung der Wirtschaftswachstumsraten der Russischen Föderation in Zusammenhang mit den Ereignissen im Juli und im August gaben die Analytiker der HSBC und Uralsib, die den Schaden mit einem Prozent des BIP-Wachstums für 2010 beziffern. Unter Berücksichtigung des prognostizierten nominalen Bruttoinlandprodukts in Höhe von 44,8 Billionen Rubel soll der Schaden etwa 450 Milliarden Rubel oder 15 Milliarden US-Dollar betragen.

Die offiziellen Einschätzungen der Verluste der russischen Wirtschaft werden bis zum Jahresende nach der Veröffentlichung der Angaben der Rosstat (Statistisches Amt Russlands) bezüglich Industrieproduktion für Juli und August erscheinen. Alexander Morosow von HSBC meint, der negative Haupteffekt von den Bränden werde gerade auf diese zwei Monate fallen. Bisher kann man nur feststellen, dass die offizielle Ernteprognose für Getreide 2010 um bis zu 60-65 Millionen Tonnen verringert wird. Darüber hinaus ergibt sich die Einbuße vom vorübergehenden Exportverbot für Getreide in Höhe von ca. drei Milliarden.

Dabei, bemerkt Morosow, berücksichtigten die Experten in ihren Berechnungen hauptsächlich die kurzfristigen Kosten und ließen den Aufwand für die Wiederherstellung der Umwelt außen vor. In Russland würden solche Berechnungen im Gegensatz zu Kanada oder den USA überhaupt nicht durchgeführt. Außerdem werde der Staat, der in die Wiederaufbau der abgebrannten Wohnfläche anlegen müsse, kaum in die Verbesserung der Wasser- und Luftqualität und die Wiederherstellung der Wälder investieren, so der Morosow.

Die Experten bezweifeln, dass die geplante Verwässerung der Torfmoore zu Ende gebracht sein wird.

Die vermutliche Überschwemmung der Torfböden im Moskauer Gebiet erwähnte Anfang August Boris Gromow, der Gouverneur des Gebiets Moskau. Er teilte mit, dass der Ministerpräsident der Russischen Föderation Wladimir Putin die Idee der Verwässerung unterstützt habe. Das Oberhaupt der Regierung habe beauftragt, das Föderale Zielprogramm vorzubereiten. Ihr Wert belaufe sich nach den Schätzungen Gromows auf etwa 20-25 Milliarden Rubel. Die Ausführung des Programms dauert voraussichtlich drei Jahre.

Ein Kommentar zu “15 Mrd. US-Dollar hohe Einbuße durch den abnorm heißen Sommer in Russland”

  1. […] Die Doppelspitze von Putin und Medwedew konnte die Brände in Russland nicht stoppen, die Dürre beschädigte die Getreide, Preise auf Lebensmittel stiegen und das Volk fing langsam an an den Machtinhabern zu […]

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