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Gipfel der BRICS-Staaten

BRICS-Treffen. Foto: kremlin.ru

BRICS-Treffen. Foto: kremlin.ru

Auf der jüngsten Versammlung der BRICS-Staaten Ende März verabschiedeten die fünf Staatsoberhäupter von Russland, China, Indien, Brasilien und Südafrika den Entwurf eines gemeinsamen Reservefonds. Dieser stellt eine Art Kasse gegenseitiger Unterstützung dar, die nur in Notfällen angefasst werden darf. Der Umfang des Reservefonds beträgt 100 Milliarden US-Dollar. Allein seine Existenz stärkt das Vertrauen der Investoren in Märkte der BRICS-Staaten.

Im südafrikanischen Urlaubsort Durban war es 7:30 morgens, doch die fünf Regierungschefs von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika haben sich bereits am Frühstückstisch versammelt. Die BRICS-Staaten, die 1/3 des weltweiten BIP produzieren, können auf einiges stolz sein.

„Die gemeinsame durchschnittliche Wachstumsrate betrug in 2012 4 %, also fünfmal so viel wie in den „sieben finanziellen Giganten“ mit ihren 0,7 %. Diese Zahl ist beeindruckend. „Fünf“ klingt generell irgendwie besonders. In Afrika gibt es den Begriff „Big Five“, der die fünf größten Repräsentanten der afrikanischen Tierwelt bezeichnet. Genau wie BRICS, welcher ebenfalls aus fünf Staaten besteht und dessen Beitrag in die Weltwirtschaft sehr bedeutend ist“, – sagte Vladimir Putin.

Und das trotz der fünfjährigen Stagnation der globalen Wirtschaft, deren Heilung noch nicht in Sicht ist. Am Verhandlungstisch und hinter den Kulissen wird über das Geschehen in Zypern geredet. Damit die Zypern-Krise nicht in eine erneute Turbulenz der globalen Wirtschaft mündet, betrachtet Russland eine Möglichkeit, die Insel zu unterstützen, indem es die vorher ausgehandelten Kreditbedingungen mildert.

„Der Vorschlag über die Senkung des Zinssatzes von 4,5 % auf 2,5 % und seiner Verlängerung bis auf 5 Jahre gleicht einer 10-prozentigen Abschreibung zyprischer Schulden seitens von Russland“, – erklärte der russische Finanzminister Anton Siluanov.  „Die BRICS-Staaten wollen sich gemeinsam vor den sich ständig wiederholenden wirtschaftlichen Turbulenzen schützen. Sie beabsichtigen die Bildung eines Reservefonds in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar. Er soll den BRICS-Staaten in Krisensituationen helfen. Russland ist an diesem Projekt interessiert, obwohl das Land offensichtlich keine Hilfe von außen benötigt. „Die Arbeitslosigkeit wird planmäßig verringert, sie hat bereits das minimale historische Niveau von 5,5 % erreicht. Wir haben um einen sicheren Rubel-Wechselkurs gesorgt. Die staatliche Schuldenlast ist die niedrigste in der Welt“, – sagte der russische Präsident.

Für das neue chinesische Staatsoberhaupt SI Zsinpin ist dies der erste Gipfel. Demnach wurde seinem Vortrag besondere Achtung geschenkt. „Ich weiß, dass Sie alle über die Frage besorgt sind, wie sich China weiterentwickeln wird. Wir werden eine unabhängige und friedliche Außenpolitik verfolgen“, – sagte SI Zsinpin.

Die BRICS-Staaten konstatierten, dass ihre Ansichten gegenüber den wichtigsten internationalen Problemen gleich seien. „Immer aktueller wird die Aufgabe des schrittweisen Aufbaus gemeinsamer Bemühungen im Kampf gegen die Herausforderungen und Bedrohungen von heute. Etwa solche, wie Drogenschmuggel. Russland schlägt vor, das erste Treffen der Chefs der Anti-Drogen-Dienste bereits im Juni in Moskau durchzuführen, “ – sagte Vladimir Putin.

Die südafrikanische Seite, die den Gipfel zum ersten Mal empfangen hat, war offensichtlich zufrieden über die Ergebnisse der Konferenz. Einer der Minister gratulierte den Frauen unter den Mitgliedern mit langen Umarmungen und Küssen. Für die Staats- und Regierungschefs wurde ein Konzert veranstaltet mit einem beeindruckenden Auftritt eines afrikanischen Sängers, der die Arie des Lenski ausführte.

Die südafrikanische Gastfreundschaft ist unumstritten, jedoch gab es einige Probleme bei der Organisation. Der einheimische Sicherheitsdienst wollte Schlüsselmitglieder des Gipfels – Minister, Berater der Präsidenten – nicht einlassen, unternahm aber nichts gegen diejenigen, die sich zusammen mit einem der Staatschefs fotografieren lassen wollten. Zu Putin hat sich eine Schlange gebildet.

Quelle: vesti.ru

Mehr Infos zur aktuellen Enwicklung der BRICS-Staaten bei der FAZ

 

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