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103-jähriger heiratet 72-jährige Nachbarin in St.Petersburg

Kurios: in St.Petersburg heiratete ein 103 Jahre alter Mann seine 72 Jahre alte Nachbarin vom Seniorenheim. Es fing alles mit einem gemeinsamen Glass Milch…

Die 72-jährige Lara Jakowlewna Sidorowa hat ohne jemandem irgendwas zu sagen das Haus der Kriegsveteranen in St.Petersburg verlassen und sich auf den Weg zum… Standesamt auf der Bolschaja Monetnaja Straße gemacht. Um den Antrag auf Eheschließung mit dem 103-jährigen Witja Fjodorow, dem Nachbarn vom selben Stock, zu stellen.

„Sie wollten heimlich heiraten, – erzählt Maxim Jegorenkow; der Leiter des Hauses der Kriegsveteranen. – Aber am Mittwoch hat man mich vom Standesamt angerufen: „ Wissen Sie Bescheid, dass es bei Ihnen Fjodorow und Sidorowa vorgenommen haben, zu heiraten?“. Ich habe gedacht, es wäre ein Witz…“.

Am 28. Um 15:00 ist die Eheschließung begleitet von Kamerablitzen zustande gekommen. Um den Bräutigam und die Braut zu sehen, haben sich die Journalisten aller städtischen Medien versammelt. Die Braut Lara Jakowlewna war ein bisschen verlegen, und der Bräutigam hat auch die Hälfte der Fragen mit einem Lied geantwortet. Zu Beispiel: “ Die Liebe überrascht dich unabsichtlich, wenn du sie gar nicht erwartest…“ – hat er fein losgesungen, wenn man ihn über Gefühle gefragt hat. „Und jeden Tag so!“ – hat die Braut bemerkt. Und wenn der Bräutigam zärtlich ihre Hand geküsst hat, hinzugefügt: “Und wie kann man denn ablehnen?“.

Mit seinen 103 Jahren gilt der ehemalige Frontkämpfer, der Teilnehmer des Winterkriegs und des 2. Weltkriegs, der Fahrer, Wiktor Alekseewitsch im Haus der Kriegsveteranen als Witzbold und Frauenheld. Die Mitarbeiterinnen des Hauses haben mitgeteilt, dass er die letzten 10 Jahre nur noch mit Romanzen beschäftigt ist. Natürlich – der Kavalier spielt Gitarre, singt im Chor, kaum was los – fängt an Gedichte zu deklarieren und Lieder zu singen. „Ich bin rein wie ein Engel!“ – wiederholt er seiner Geliebte.

Aber die Alteingesessenen erinnern sich, dass seiner letzten Liebe die 87-jächrige Zhenetschka war. Aber vor einem Jahr ist sie verstorben. Und dann im August, als  in dem Haus der Kriegsveteranen die jüngste in dem Haus 72-jährige „Larotschka“ erschienen ist, erbebte sein Herz wieder. „Ich bin allen zuvorgekommen!“ – sagt der Bräutigam stolz.

Allerdings, werden die frisch getrauten nicht  von allen Nachbarn-Kriegsveteranen unterstützt. „Sie spinnen wohl! – sagt der überzeugte 82-jährige Junggeselle Aleksej Pawlowitsch Bereznikow. –  Er ist ein komischer Kauz, dieser Fjodorow, was hat er sich denn ausgedacht… Obwohl… Kann sein, dass, wenn ich 100 werde, ich auch heiraten will“.

Und die Familie Syrjaew hat die Entscheidung gutgeheißen: „Wir sind schon seit 63 Jahren zusammen, es ist gut zu zweit zu sein, lasst sie heiraten!“.

Die Liebe von Wiktor Alekseewitsch und Lara Jakowlewna ist erst halbes Jahr alt. Alles hat sich damit angefangen, dass der Frontkämpfer seine Nachbarin, Lara, gebeten hat, ihm Milch zu kaufen. Und abends hat er bei ihr geklopft: „ Wollen wir nicht ein Gläschen Milch zusammen trinken?“.

Und so ging es weiter. Dann haben sie zum Quark gewechselt. „Larotschka mischt es für ihn liebevoll mit saurer Sahne und Zucker, die ist allgemein so vorsorglich, edelmütig, verhalten, und er ist genau umgekehrt… Vielleicht, kommt er mindestens zur Vernunft…“ – sagt dem zur Eheschließung gehenden Paar hinterher Maria Terentjewa, die Sanitäterin.  – Die wollen schon seit einer Weile zusammen wohnen, einmal komme ich rein zum Aufräumen – und sie küssen sich…“

Nach den Worten des Direktors des Hauses der Kriegsveteranen, heiraten sich unter seiner Vormundschaft stehende etwa einmal im Jahr, aber meistens still. Es gibt auch viele Paare, die einfach als eine nichteheliche Lebensgemeinschaft wohnen. Zurzeit gibt’s es in Haus der Kriegsveteranen sechs verliebte Paare.

Aber ich gebe nicht direkt ein gemeinsames Zimmer, – sagt Maxim Jegorenkow. – Ich lasse sie erstmal so wohnen und es sich überlegen. Denn es gab bei uns schon so ein Pärchen, haben sich geheiratet, und in zwei Monaten kommt der Ehemann, sagt: „Lassen Sie uns getrennt wohnen!“. Die Frau hat, nach seinen Worten, irgendwas gegen ihn gehext. Also, passiert bei uns alles Mögliche, man kommt zusammen – man trennt sich“.

Die Leidenschaften sind in dem Haus der Kriegsveteranen manchmal ungeheuer. Es gibt dreimal mehr Frauen, als Männer. „Wenn ein beneidenswerter Mann erscheint, dann gehen die Frauen möglichst schnell zu unserem Friseur, und ein einfacher Haarschnitt reicht nicht, sie wollen eine Trendfrisur… Und einen Pedikür dazu noch! Sie machen sich hübsch, schminken sich, solche Intrigen…“ – sagt der Direktor mit einem Seufzen.

Die Pflegerin Irina Petrowa freut sich sehr für „Larotschka und Wiktor“. Sie sagt, wenn die bejahten  Menschen in Zimmern allein sind – sind sie traurig und langweilen sich, und wenn es eine Geliebte oder einen Kavalier gibt – erwachen sie sich wieder zum Leben, werden fröhlich. Und der neue Mensch wird ihnen verwandter, als alle Verwandten.

„Mir ist es warm und gemütlich neben Wiktor, – sagt die Braut, ja eigentlich schon die Frau, Lara Jakowlewna. – Wenn er weggeht, vermisse ich ihn. Und der Altersunterschied macht mir keinen Angst – ich hab sogar den Eindruck, dass ich älter bin, so ist er…“

Antonina Hohlowa, die Freundin und die Zeugin, hat zugegeben, dass sie es versucht hat „Larotschka“ zu überzeugen, nicht zu heiraten. Aber die… kann nicht mit einem Mann ohne Eheschließung wohnen. So wurde sie erzogen.

Auf die Frage der Journalisten: „Werden Sie auf der Hochzeit tanzen?““, hat der Bräutigam überzeugt geantwortet: „Unbedingt! Foxtrott, im 2/4-Takt! – Und wieder losgesungen – Tra-ta-ta! Tra-ta-ta!“ Er verspricht der Braut 150 Jahre alt zu werden.

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